Sturm auf den Reichstag

Dienstag, 7. 11. 2017
Reenactment
15 Uhr, Wiese vor dem Reichstag,
Heinrich-von-Gagern-Straße

Genau hundert Jahre nach dem legendären „Sturm auf den Winterpalast“ soll das neu gewählte deutsche Parlament symbolisch herausgefordert werden: Was sind die Forderungen des globalen Dritten Standes? Wer fehlt im Gebäude des Reichstags, in dem seit 1999 das deutsche Parlament internationale Politik macht? Vor dem Reichstagsgebäude erfolgt ein Reenactment des historischen Sturms auf den St. Petersburger Winterpalast von 1917: eines der wirkmächtigsten Bilder der Menschheitsgeschichte, das am Ursprung der größten Revolution der Moderne steht. Stürmen wir gemeinsam auf den Reichstag! Schaffen wir ein neues, zukunftsweisendes Symbol für globale Demokratie und internationale Solidarität im 21. Jahrhundert!

Nimm teil am Reenactment!
Komm direkt auf die Wiese vor
dem Reichstag oder melde dich an:
sturmauf@international-institute.de

SIE NENNEN ES DEMOKRATIE –WIR NENNEN ES AUSBEUTUNG!

Gerade wurde das deutsche Parlament gewählt. Aber nicht einmal ein Bruchteil der von der deutschen Politik Betroffenen sind im Bundestag vertreten. Auch im Zeitalter von Massenmigration und Klimawandel wird globale Politik von nationalen Lobbys gemacht – und überall dort verhindert, wo sie deren Interessen zuwiderläuft. Indem die AfD zur dritten politischen Kraft in Deutschland geworden ist, wurden die nationalen Kräfte im Bundestag sogar noch einmal klar gestärkt. Aber ein nationales Parlament, das seine Interessen global durchsetzt, ist kein Ort der Demokratie. Es ist ein Instrument der Herrschaft und der Ausbeutung.

 

DEMOKRATIE FÜR ALLE UND ALLES!

Arbeitsmigrant/innen, Wirtschafts- und Klimaflüchtlinge, die Kinder und Jugendlichen, die Opfer des sich anbahnenden Ökozids, Kriegsopfer, die Ungeborenen und die Toten der Kolonialgeschichte – sie alle haben kein Mitspracherecht unter der Kuppel des Reichstags. Was wäre aber, wenn alle, deren Leben vom deutschen Bundestag bestimmt ist, sich versammeln und ihre Rechte einfordern würden? Die „General Assembly“ und der „Sturm auf den Reichstag“ verschaffen ihren Anliegen Gehör und ihrer Ungleichzeitigkeit ein Moment der Gleichzeitigkeit. An die Stelle eines Lokalparlaments tritt ein Globalparlament. Erstmals fordert der globale Dritte Stand seine Rechte ein: Eine Welt, ein Parlament!

 

100 Prozent sind nicht genug!

Wir sind die 99 Prozent, hieß es bei Occupy Wall Street. Wir von der „General Assembly“ sagen: 100 Prozent sind nicht genug! Die „General Assembly“ ist nicht nur das erste Weltparlament der Menschheitsgeschichte, es ist auch das erste Weltparlament in der Geschichte der Tiere und Dinge. In ihm vertreten sind auch die Bienen der Provence, die Weltmeere und die Cyborgs. Denn die Welt ist eine Schicksalsgemeinschaft, über alle Nationalitäten, Zeiten, Existenzformen hinweg. Wir brauchen endlich ein Instrument, das den Weltmarkt regulieren und die ökologischen Entwicklungen in sinnvolle Bahnen lenken kann. Raus aus der Spirale der Ausbeutung, Zerstörung und Gewalt! Rein in die „General Assembly“!

 

Versammeln wir uns vor dem Reichstag und fordern unsere Rechte ein!